Tageskarte Nr.851

11 Nov 2013

Tageskarte Nr.851

Ich mag Dinge in Ordnung. Tischdecken sind in Ordnung. Unsere Küchentischdecke z.B (Wachstuch, taubenblau mit weißen Punkten) ist in Ordnung. Auf einer Fläche von 50x150 cm liegen die Punkte in exaktem Abstand von 3,5 cm zueinander und ihre Anzahl beträgt 594. Das ist wunderbar, das beglückt mich, das ist Ordnung, auf die ich mich verlassen kann. Wohingegen man ja sonst im Leben täglich erst Ordnung SCHAFFEN muss, damit man irgendwie den Durchblick behält. Allerdings, wenn ich mein Leben ohne Ankündigung, also ganz spontan, als Tischdecke verbrächte (Abb.1), kämen ziemlich schnell zwei Fragen auf, nämlich: Wo ist Mama?, und: Wo ist meine Frau? Also ich. Mit mir als Tischdecke käme unser familiäres Gleichgewicht ins Wanken. Wir sind 4. Die 4 ist schön. Die 4 ist Gleichgewicht, also Ordnung. Der 3 fehlt die 1 zur 4. In diesem Fall fehlte ich. Darum gebe ich mich nun wieder zu erkennen (Abb.2). Die Wäsche muss außerdem noch aufgehängt werden.

I like things in order. Tablecloths are in order. Our kitchen tablecloth for example (oilcloth, blue-gray with white polka-dots) is in order. On a surface of 50x150 cm the polka-dots are spaced exactly 3.5 cm apart and there are 594 altogether. That’s wonderful, that makes me happy, that’s order that I can rely on. Whereas in life you usually have to PUT things in order everyday to keep track of everything. But if I had to spend my life as a tablecloth, without advance notice, spontaneously, (diagram 1), two questions would quickly pop up, namely: Where is Mama? and: Where is my wife? That’s me. With me being a tablecloth our family would be thrown off balance. We are 4. The 4 is good. The 4 is balance,  order. The 3 is lacking the 1 to be a 4, in which case I would be missing. So now I reveal myself again (diagram 2). And besides, the laundry has to be hung up.

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